"Mein Partner und ich bauen unseren Pool um. Wir wohnen mit unserer Tochter, 5, in einem Haus mit Garten und vermieten unser Nachbarhaus an eine nette Familie mit zwei Kindern, 7 und 4. Ihr Garten hat keinen Pool und die Kinder haben gefragt, wann unserer fertig sei. ich möchte aber, dass der Pool der Privatbereich meiner Familie bleibt. Auch sorge ich mich um die Sicherheit der Kinder, einen eventuellen Unfall würde ich mir nicht verzeihen. Wie markiere ich den Nachbarn gegenüber meine Grenze, ohne zu verprellen?"
AnnaEine tolle Nachbarschaft kann Gold wert sein. Daher ist es sinnvoll, schon im Vorfeld über Lösungen für den möglicherweise aufziehenden Konflikt nachzudenken. Ich würde fast vermuten, dass auch Ihre Nachbarn selbst das so sehen. Interessanter ist die zweite Ebene Ihrer Frage nach der Abgrenzung. Die Erfahrung lehrt: Gutes Miteinander wird eher gefördert, wenn es auch Rückzugsräume statt gezwungener Gemeinschaft gibt. Ob sie nun aber gerade den - für Kinder natürlich megaattraktiven Pool - zurnachbarschaftlichen No-go-Area erklären wollen/ Womöglich ist es auch für Ihre Tochter gar nicht so attraktiv, nur allein zu schwimmen oder stets Sie als Eltern zum Spielen einzufordern? Gerade bevor sich Erwartungen oder Enttäuschungen unterschwellig Bahn brechen: Machen Sie den Nachbarn doch aktiv ein Angebot, in dem Sie selbst die Praxis festlegen. Schlagen Sie vor, dass Sie ab und zu Wassernachmittage veranstalten werden, an denen die Nachbarn zum Kaffee kommen und mit Ihnen gemeinsam auf die Kinder achten, die im geteilten Pool mindestens doppelte Freunde haben.

